"Es regnet Menschen"

13. September 2001

 
 

New York (ml) Am dritten Tag nach der Katastrophe erzählen die Menschen,
die sich aus den Türmen retten konnten, ihre Versionen über das was hier passiert ist:

Ein Mann, der sich im 78. Stock des ersten Turms befand, flüchtete sofort nach unten. Er konnte sich retten. Als er nach Hause kam, erinnerte sich, dass seine Schwester und seine Nichte im Flugzeug sassen, daß den ersten Turm getroffen hatte.

Ein anderer Mann, der sich kurz nach dem ersten Absturz im zweiten - noch unversehrten - Turm befand, rannte vom 96. Stock runter in den 78. Stock, in dem sich eine Kantine befand und traf dort auf seine Frau, die auch in den oberen Stockwerken arbeitete. Sie wurden aufgefordert, wieder in ihre Büros zurückzugehen. Es bestehe kein Anlaß zur Panik. Der Mann und seine Frau gingen darauf jeweils in ihre Büros zurück. Als Minuten später der zweite Turm getroffen wurde, ergriff der Mann die Flucht und schaffte es tatsächlich vom 96. Stock bis ganz nach unten zu kommen. Seine Frau wird seitdem allerdings vermisst.

Ebenfalls in keinem Bericht zu erfahren, ist das Drama, was sich direkt nach den Explosionen abgespielt hatte. Mehrere Dutzend menschliche Körper seien aus den oberen Stockwerken auf Strasse gefallen. Ein Feuerwehrmann berichtete "Es hat hier Menschen geregnet". Sein Kamerad wurde von einem herunterfallenden Körper erschlagen.   

Weitere Berichte:

Die Menschen gehen auf die Straße
Der Zustand im "Ground Zero"
Das Ende des World Trade Centers              
Der Zweite Tag                           
               
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