Stories about New York
and New Yorkers
 
 
05.09.2010 - 13:08 Uhr
 
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Der Tag danach
New York (ml) Als heute morgen die Sonne aufging, konnte man sie als leuchtenden Ball am Himmel sehen - verdeckt durch eine Rauchwolke, die sich vom Süden Manhattans in Richtung Norden ausbreitet. Bürgermeister Guiliani fordert die New Yorker auf, zuhause zu bleiben und die Fenster zu schliessen.

Manhattan ist in drei Sperrzonen unterteilt. Alle Häuser im Süden Manhattans wurden evakuiert. Wer hier wohnt, darf nur nach einer strengen Ausweiskontrolle in seine Wohnung zurück. Polizei und Nationalgarde bewachen jede Strassenecke. Ausserhalb des Financial Districts geht die Sperrzone bis zur Canal Street, der Hauptstrasse in China Town. Wer unter dieser Grenze wohnt, kann diese Gegend nur mit Ausweis betreten. Zwischen Canal Street und der Houston Street ist die dritte Sperrzone.
Auch hier gilt Ausweispflicht, die allerdings locker gehandhabt wird. Bis zur 14. Strasse geht die Grenze in der man mit dem Auto fahren darf. Die Ubahn fährt weiterhin, auch in die Sperrzonen. Nur ein paar U-Bahn-Stationen sind gesperrt, und zwar jene, die im direkten Umkreis des World Trade Centers sind. Wer mit der U-Bahn vom Norden Manhattans nach Brooklyn möchte, fährt zum Teil durch leere U-

Bahn-Stationen hindurch, die gesperrt sind.

Was im Fernsehen nicht berichtet wird, ist die Stimmung in der Stadt und auf welche Weise die Menschen hier zusammenhalten. An Bushaltestellen und Hauswänden appellieren Schilder zur Blutspende. Einige Restaurants spendieren ein Mittagessen wenn man nachweisen kann, daß man bei der Blutspende war. Die Rettungsmannschaften arbeiten rund um die Uhr. Viele New Yorker bieten ihre Hilfe an, um bei der Bergung zu helfen. Wir sind gestern Abend mit einem Truck direkt zum World Trade Center gefahren um Getränke und Sandwhiches zu verteilen.              

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"Die Symbole der Macht wurden direkt getroffen"

 
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"Soviel menschliches Leid kann man gar nicht verarbeiten"
Wen Chang
 
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