Stories about New York
and New Yorkers
 
 
05.09.2010 - 13:23 Uhr
 
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Gelbe Tore im Central Park

Die Sonne scheint durch
den Stoff

Genau 7532 safrangelbe Tore stehen nun im Central Park! Ein Anblick, den man kaum beschreiben kann. Und auch auf Fotos kann man dieses monumentale Werk nur begrenzt darstellen. Man muß dieses Kunstwerk erleben! Wir gehen also in den Park und schreiten durch die Tore, fassen den Stoff an, fotografieren und lassen uns fotografieren und sagen "Ahhh". Auch wenn es eigentlich nichts besonderes ist beeindruckt allein die Tatsache, daß jemand auf so eine Idee kommen kann und sie dann auch in die Tat umsetzt.

Blick über den Teich zur Skyline

Über 600 Helfer kümmerten sich um den Aufbau der Gates. Fuer 6.25 Dollar pro Stunde sorgten die sogenannten "Volunteers" dafür, daß Christos und Jeanne-Claudes Werk rechtzeitig fertig wird. Hätte es einen Schneesturm gegeben, wäre diese Aktion um eine Woche verschoben worden. "Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens", erzählt uns eine der Helferinnen, die mit ihrer digitalen Kamera Passanten im Central Park fotografiert, die sich in Symphatie zu den Gates mit orangefarbenen Schals oder Mützen oder anderen farblichen Merkmalen schmückten.  Zusammen mit ihrem Mann hatte sich die Mitt-Sechizgerin vor Monaten für dieses Projekt beworben weil Sie "dabei sein" wollte. "Tag und Nacht haben sie gearbeitet und es war auch ganz schön anstrengend, und heute haben wir unseren freien Tag". Sie fragt uns, ob wir schon eines der Stoffmuster ergattern hätten, die von den Helfern heute verschenkt würden. Das sei das einzige offizielle Souvenir das es von den Gates geben wuerde, denn selbst Museen würden nach dem Ende der Aktion keine der Tore abbekommen: "Christo wimmelt alle ab, denn The Gates sei ein Gesamtprojekt und kann nicht auf einzelne Tore beschränkt werden". Das ist so als wenn man einen Mandala-Künstler fragen würde, ob man mein ein kleines Häufchen Sand haben könne.

Menschenmassen zwängen sich durch
die Tore

Das Projekt The Gates ist selbstfinaniziert, durch die Verkäufe von Fotografien und Zeichnungen. Das ist auch gut so. Denn nur so lässt sich dieses Ereignis ohne störende Firmenlogos oder andere Hinweise auf Sponsoren genießen. Sehr zum Leidwesen der vielen Firmen die versucht hatten dieses Projekt zu finanzieren, denn die Menschen kommen in Scharen. Tausende, wenn nicht sogar Hunderttausende zwängen sich auf den engen Pfaden, ein Anblick den die Parkverwalter mit großer Sorge beobachten. Schliesslich müssen sich die Rasenflächen über den Winter erholen, bevor sie im Sommer wieder für die Picknicker und Freesbee-Spieler geöffnet werden.

Seltenes Bild: Kein Mensch weit
und breit!
"New York hat so etwas gebraucht", sagt einer der Passanten zu seiner Begleitung als er ein Foto macht von einer Menschenschlage macht, die sich für das Betreten einer kleinen Burg mit Aussichtsturm anstellt. Nach dem 11. September hätte New York ein bisschen das positive Rampenlicht verloren. The Gates bringen nun Hunderttausende von Besuchern aus aller Welt nach New York, was nur gut sein kann. "Nächste Woche ist auch eine Delegation des Olympischen Kommitees in der Stadt. Die sollen sehen, wieviel Freude hier die Menschen aus aller Welt haben.

Ob New York im Jahre 2012 der Gastgeber der Olympischen Spiele sein wird ist zu bezweifeln. Aber mit The Gates bringen Christo und Jeanne-Claude etwas einmaliges nach New York, wie schon zuvor in Paris und Berlin.

Eine Galerie mit mehr Fotos von den Gates gibt es hier.

The Gates Bildergalerie

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